Lauf-Burnout

So. Da isser wieder. Und ja, es läuft auch wieder. Noch nicht ganz rund, aber nah dran. Was war passiert? Nach meinem Marathon im letzten Jahr und meiner zunächst freiwillig verordneten Laufpause fand ich den Anschluss nicht mehr: Das Wetter hatte sich nasskalt eingetrübt und die Motivation war… einfach weg. Ein bisschen Laufband ab und zu, ja, aber ansonsten war ich einfach Laufmüde. Ambitionierten Hobbysportler-Zielen war Überdruss gewichen.

Und je länger die Pause wurde, desto besser konnte der innere Schweinehund Gründe finden, warum gerade jetzt kein guter Zeitpunkt für einen Wiederanfang wäre. Immer noch kalt draußen. Was besseres zu tun. Keine Zeit. Schmerzt nicht gerade irgendwas? Ohne Sonne kann man nicht laufen. Nächste Woche dann bestimmt. Und so fort.

Tatsächlich war ich aber bereits zu Wettkämpfen angemeldet: Dem Night Marathon in Luxembourg, einem Firmenlauf und dem Strongman 2018 auf dem Nürburgring. Und schließlich trat ich mit zwei 14-Kilometer-Trainingsläufen im Rücken als erstes den Halbmarathon an – und stellte verwundert fest: Fast ohne Training kam ich in unter zwei Stunden ins Ziel. Was für ein Fest wäre es gewesen, wenn ich trainiert hätte! Könnte ich nicht die 1:45 knacken? Das wäre – für meine Verhältnisse – sensationell. Da brauch einen Trainingsplan. Und muss wieder raus laufen. Und… da isses wieder. Das Feuer. Die Freude. Die Motivation. Der Ehrgeiz. Und da bin ich wieder: Endlich wieder laufend glücklich.

 

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